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| Grad: |
Novi Sad, Novi Sad |
ISBN: Ostalo
Godina izdanja: 1958
Jezik: Nemački
Autor: Strani
U dobrom stanju
Rudolf Petershagen
Gewissen in Aufruhr (1958)
1958 Verlag der Nation,
Gewissen in Aufruhr ist ein autobiografisches Buch von Rudolf Petershagen, das 1957 in der DDR erschien. Es schildert die Jahre von 1942 bis 1955 und diente später als Vorlage für die gleichnamige fünfteilige Fernsehserie von 1961.
Petershagen beginnt seinen Bericht mit der Schlacht von Stalingrad, an der er als Oberst und Kommandeur des Greifswalder 92. Panzergrenadierregiments teilnahm. Einen zentralen Abschnitt bildet die kampflose Übergabe Greifswalds an die Rote Armee im Jahr 1945. Anschließend berichtet Petershagen über seine dreijährige sowjetische Kriegsgefangenschaft und vor allem über seine vierjährige Haft in München, Landsberg und Straubing. Der Bericht endet mit seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Greifswald am 19. Oktober 1955.
Die Erstausgabe erschien 1957 im Verlag der Nation, dem Parteiverlag der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD), deren Kreisvorsitzender Petershagen war. Das Buch wurde in der DDR mehrfach neu aufgelegt; bis 1988 erschienen insgesamt 23 Auflagen.
Ab der 12. Auflage von 1966 enthielt das Buch ein Nachwort des Historikers Joachim Mai von der Universität Greifswald. Darin wurde Petershagens politische Entwicklung und seine Abkehr von seiner früheren militärischen und gesellschaftlichen Umgebung im Sinne der offiziellen DDR-Geschichtsdarstellung als Beispiel für die politische Neuorientierung eines deutschen Bürgers gewürdigt. Zugleich wurden die Memoiren ehemaliger Wehrmachtsoffiziere in Landsberg als Gegenmodell dargestellt.
1961 wurde Gewissen in Aufruhr als fünfteilige Fernsehserie für das Fernsehen der DDR verfilmt. Die Hauptrolle spielte Erwin Geschonneck. Rudolf Petershagen und seine Frau Angelika Petershagen wurden für ihre Mitwirkung an der Produktion 1961 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.